FDP trauert um Sigrid-Inge Slabon

Bildung & Soziales14. Februar 2018

Die Liberalen in Darmstadt-Dieburg wie auch die Hessen-FDP nehmen Abschied von einer höchst anerkannten Bildungspolitikerin, die sich mit Herzblut und Leidenschaft der Schul- und Bildungspolitik gewidmet hat. Als langjährige Lehrerin und Schulaufsichtsbeamte war Sigrid-Inge Slabon mit dem Berufsstand eng verwurzelt. Ehrenamtlich engagierte sie sich seit 1978 in Fachgremien des Kreistages wie der Schul- und Volkshochschulkommission oder den Preisgerichten für die Klassenraum-Gestaltung oder den Georg-Christoph-Lichtenbergpreis des Landkreises. Mit Ausnahme der Jahre, die sie als Schulamtsdirektorin in Darmstadt tätig war, hatte sie ein Kreistagsmandat von 1989 bis 2013 in der FDP-Fraktion mit Zugehörigkeit zu den verschiedenen Fachausschüssen, wo ihre bildungspolitische Kompetenz der Gundernhäuserin von allen geschätzt wurde.

    Dabei war die jeweilige Regierungsmehrheit – sei es die CDU-FDP-Koalition in den Anfangsjahren des Kreistages nach der Gebietsreform, die SPD-Grüne- oder die absolut regierende SPD-Mehrheit – nie ein Hindernis für Inge Slabon, ihre Kenntnis und Erfahrungen in der Schul- und Bildungslandschaft vorzutragen. Für dieses außergewöhnliche Engagement in der Kreistagsarbeit wie auch in der regionalen Zusammenarbeit wurde sie 2013 mit der Verdienstplakette des Landkreises Darmstadt-Dieburg ausgezeichnet.

Den Landesehrenbrief schließlich erhielt Sigrid-Inge Slabon 2013, weil sich über diese kommunalpolitische Arbeit hinaus in diversen Fachgremien und Vereinen engagierte. So war sie in Hessen lange Jahre Vorsitzende des Landesfachausschusses der FDP für Schule und Bildung und bestimmte die bildungspolitische Ausrichtung der Hessen-FDP entscheidend mit. Sie war an vorderster Stelle im Berufsverband Bildung und Erziehung wie auch in örtlichen Vereinen die gute Seele. Sie war mit ihrem Mann Rüdiger der Reiterei sehr verbunden und hat sich hierzu bei internationalen Treffen engagiert wie das Reisen überhaupt einen großen Anteil ihrer Freizeit einnahm, was sie nach dem Ausscheiden aus dem staatlichen Dienst und dem ehrenamtlichen Politikumfeld sehr genossen hat. Noch einige Reisen standen auf dem Programm, der plötzliche Tod der 76-Jährigen am Sonntag war für alle ein Schock.

Die FDP des Landkreises Darmstadt-Dieburg und die FDP-Kreistagsfraktion verneigen sich vor der großartigen Kämpferin für ihr Lebenswerk in unserer Bildungslandschaft.